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Impfungen für Hunde: Pflichtimpfungen & Impfkalender

Impfungen für Hunde: Pflichtimpfungen & Impfkalender

Gesundheit & Wohlbefinden

Dogfy Diet

15. September 2026

Impfungen für Hunde: Pflichtimpfungen & Impfkalender

Impfungen für Hunde sind eines der wichtigsten Mittel, um Vierbeiner vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen, die ihre Gesundheit oder sogar die öffentliche Gesundheit schwer beeinträchtigen können.

Um zu wissen, wann ein Hund geimpft werden muss, welche Impfstoffe notwendig sind oder welche Vorgaben gelten, müssen das Alter, der Gesundheitszustand, der Wohnort, der Lebensstil und das Erkrankungsrisiko berücksichtigt werden. Neben einer bedarfsgerechten Prophylaxe ist auch eine ausgewogene Ernährung essenziell: Gesundes Hundefutter und eine nährstoffreiche Ernährung helfen dabei, das Immunsystem beim Hund zu stärken, damit der Körper optimal auf Impfungen ansprechen kann. Besprich den individuellen Impfkalender für deinen Vierbeiner daher stets gemeinsam mit deinem Tierarzt.

Arten von Impfstoffen

Impfstoffe für Hunde werden nach der Anzahl der enthaltenen Wirkkomponenten unterschieden:

  • Trivalente Impfung: Drei Komponenten, meist gegen Staupe, Parvovirose und canine Adenoviren (Hepatitis).
  • Tetravalente Impfung: Vier Komponenten. Je nach Zusammensetzung erweitert sie den Schutz, beispielsweise um Leptospirose.
  • Pentavalente Impfung: Fünf Komponenten zum Schutz vor verschiedenen Infektionskrankheiten.
  • Heptavalente Impfung: Sieben Komponenten.

Alle diese Typen fallen unter die sogenannten Polyvalent-Impfstoffe (Kombinationsimpfstoffe), die gegen mehrere Krankheiten gleichzeitig schützen. Die Zusammensetzung kann je nach Hersteller variieren. Lass dich dazu in deiner Praxis beraten – oft wird dort auch empfohlen, begleitend auf artgerechtes Hundefutter zu achten, um die Immunantwort zu unterstützen.

Essenzielle Impfungen (Core-Impfungen nach StIKo Vet)

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) unterscheidet zwischen essenziellen Impfungen (Core), die jeder Hund haben sollte, und Laufzeit- bzw. Indikationsimpfungen (Non-Core).

Als Core-Impfungen gelten in Deutschland:

  • Staupe, Parvovirose & Ansteckende Leberentzündung (HCC): Schützen vor lebensbedrohlichen Viruserkrankungen.
  • Leptospirose: Eine gefährliche bakterielle Infektion, die auch auf den Menschen übertragbar ist (Zoonose).
  • Tollwut: Eine tödliche Infektion. Auch wenn Deutschland frei von terrestrischer Tollwut ist, bleibt der Schutz aus rechtlichen und gesundheitlichen Gründen essenziell.

Ein zuverlässiger Schutz vor diesen Krankheiten ist besonders in den ersten Lebensmonaten entscheidend, da Welpen sehr anfällig sind. Damit Welpen gesund aufwachsen, ist neben Impfungen auch eine optimale Nährstoffzufuhr wichtig. Viele Halter greifen hier auf frisch gekochtes Hundefutter oder getreidefreies Hundefutter zurück, das leicht verdaulich ist.

Rechtliche Bestimmungen & Reisevorgaben

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Impfpflicht für Hunde im reinen Inlandsalltag. Dennoch ist der Nachweis von Impfungen in vielen Situationen rechtlich vorgeschrieben oder Grundvoraussetzung:

  • Reisen im EU-Ausland: Beim Grenzübertritt innerhalb der EU muss der Hund über einen Mikrochip identifizierbar sein und eine gültige Tollwutimpfung im EU-Heimtierausweis eingetragen haben. Nach der Erstimpfung müssen mindestens 21 Tage verstreichen, bevor die Reise angetreten werden darf.
  • Hundeschulen, Pensionen & Events: Hundepensionen, Hotels, Hundeschulen oder Veranstalter machen einen lückenlosen Impfschutz (oft inkl. Tollwut und Zwingerhusten) über ihr Hausrecht zur Pflicht.

Nicht-essenzielle, aber empfohlene Impfungen (Non Core)

Je nach Lebensraum, Nutzung und Ansteckungsrisiko können weitere Impfungen sinnvoll sein:

  • Zwingerhusten (Bordetella / Parainfluenza): Empfehlenswert für Hunde mit häufigem Artgenossen-Kontakt (Hundeschulen, Pensionen, Hundewiesen).
  • Leptospirose: Kann bei Tieren empfehlenswert sein, die sich häufig an Flüssen, Teichen, in Feuchtgebieten oder an Orten mit Nagetieren aufhalten. Zudem ist diese Krankheit eine Zoonose, weshalb sie auch auf den Menschen übertragen werden kann. 
  • Leishmaniose: Eine schwere parasitäre Erkrankung, die durch Sandmücken übertragen wird. Wichtig für Hunde, die in Südeuropa leben oder dorthin reisen.
  • Lyme-Borreliose: Sichert Hunde ab, die viel in Wäldern und hohem Gras unterwegs sind, wo Zecken lauern.
  • Herzwurmerkrankung (Filariose): Wird durch Mücken in Risikogebieten übertragen. Hier kann durch Impfung, Spot-ons oder Tabletten vorgebeugt werden.

Es gibt auch andere Präventivmaßnahmen gegen Krankheiten wie die kanine Filariose oder Herzwurmerkrankung, die durch Mücken übertragen wird. In Gebieten, in denen diese häufig vorkommen, lässt sich das Risiko durch Antiparasitika wie Tabletten oder Spot-ons (Pipetten) vermeiden, die dem Hund regelmäßig verabreicht werden.

Obligatorische & empfohlene Impfungen

Der Impfkalender für Hunde

Die Immunisierung beginnt im Welpenalter und begleitet den Hund mit passenden Auffrischungen ein Leben lang.

Erste Impfungen bei Welpen

Die Grundimmunisierung erfolgt in den ersten Lebensmonaten über mehrere Teilimpfungen:

AlterImpfung
6-8 Wochen1. Dosis Trivalent (Staupe, Parvovirose, Hepatitis)
10-12 Wochen2. Dosis Trivalent + 1. Dosis Leptospirose
14-16 Wochen3. Dosis Trivalent + 2. Dosis Leptospirose + Tollwut
6-12 MonateAbschließende Auffrischung der Grundimmunisierung + Zusätzlicher Schutz je nach Risiko

(Hinweis: Gemäß StIKo Vet ist nach erfolgreicher Grundimmunisierung die Auffrischung für Staupe, Parvovirose und Hepatitis nur noch alle 3 Jahre nötig. Leptospirose wird jährlich aufgefrischt).

Parallel zur Impfung unterstützt Hundefutter mit hohem Fleischanteil oder Hundefutter mit Huhn bzw. Hundefutter mit Truthahn die körperliche Entwicklung und den Muskelaufbau beim Hund.

Impfkalender für Welpen

Impfungen bei ausgewachsenen Hunden

Nach der Grundimmunisierung benötigen erwachsene Hunde regelmäßige Wiederholungsimpfungen. Nicht jede Impfung muss jährlich verabreicht werden – das Intervall richtet sich nach dem Impfstoff und den Empfehlungen des Tierarztes.

Tipp: Hundefutter vom Tierarzt entwickelt oder eine maßgeschneiderte Fütterung unterstützt den Erhalt der Abwehrkräfte im Alter. Wer sensible Hunde hat, wählt oft Hundefutter für empfindlichen Magen oder Hundefutter mit Lachs, um Haut und Gelenke beim Hund zu stärken.

Impfkalender für erwachsene Hunde

Mögliche Nebenwirkungen von Impfungen

Nach einer Impfung können leichte, vorübergehende Reaktionen auftreten. Zu den häufigsten gehören:

  • Leichte Schlappheit oder erhöhtes Ruhebedürfnis
  • Vorübergehender Appetitmangel
  • Empfindlichkeit an der Einstichstelle (24-48 Std.)
  • Ein kleiner Gewebeknubbel an der Impfstelle
  • Leichtes, vorübergehendes Fieber

Um den Magen-Darm-Trakt nach Tierarztbesuchen zu schonen, greifen viele Halter auf leicht verdauliches oder frisches Hundefutter zurück.

Kann mein Hund eine Impfallergie haben?

Allergische Reaktionen sind sehr selten (Studien zeigen Symptome bei weniger als 0,4 % der Hunde). Bei folgenden Symptomen ist sofortige tierärztliche Hilfe nötig:

  • Schwellungen im Gesicht
  • Atembeschwerden
  • Anhaltendes Erbrechen
  • Starke Schwäche oder Kollaps

Wenn ein Hund in der Vergangenheit bereits eine Reaktion nach einer Impfung gezeigt hat, ist es zudem wichtig, den Tierarzt vor zukünftigen Impfungen darüber zu informieren, damit dieser beurteilen kann, welches Impfprotokoll am besten geeignet ist. 

Kosten von Hundeimpfungen

In Deutschland wird die Abrechnung durch die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geregelt. Eine Einzelimpfung liegt meist zwischen 30 € und 50 €, während Kombinationsimpfungen (polyvalent) inklusive allgemeiner Untersuchung etwa 50 € bis 90 € kosten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Müssen Hunde jedes Jahr geimpft werden?

Nein, die Core-Komponenten (Staupe, Parvovirose, Hepatitis) halten nach der Grundimmunisierung in der Regel 3 Jahre. Komponenten wie Leptospirose oder Zwingerhusten erfordern jedoch eine jährliche Wiederholung.

Ist ein Knubbel nach der Impfung normal?

Ein kleiner Gewebeknubbel an der Einstichstelle ist als lokale Immunreaktion meist harmlos und bildet sich nach einigen Tagen bis Wochen von allein zurück. Wächst er oder schmerzt stark, solltest du deinen Tierarzt konsultieren.

Was ist die beste Ernährung zur Unterstützung der Gesundheit?

Eine hochwertige Alternative zu Trockenfutter ist natürliches Hundefutter. Wer auf Qualität setzt, kann Hundefutter online bestellen – beispielsweise bequem über ein flexibles Hundefutter-Abo mit kostenloser Lieferung direkt nach Hause.

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